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Kompetenznetz für Nachhaltige Holznutzung [NHN] e. V.
Geschäftsstelle
Martin Hanke (Geschäftsführer)
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37075 Göttingen

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Das Buche-Küstentanne-Projekt

"Verwertungsorientierte Untersuchungen an Buche und Küstentanne aus nachhaltig bewirtschafteten Mischbeständen zur Herstellung innovativer zukunftsfähiger Holzprodukte und Holzwerkstoffe"

Hintergrund

Der deutsche Mischwaldbestand unterliegt Umweltbelastungen durch Schadstoffeinträge und Veränderungen des Klimas. Daneben verlangt die umweltbewusste Gesellschaft den verstärkten Schutz des Ökosystems Wald. Viele Forstbetriebe sind deshalb bestrebt, strukturarme in strukturreiche Wälder zu überführen. Um die ökonomische Basis solcher Forstbetriebe zu sichern, werden im Rahmen des vom BMBF geförderten Verbund-Forschungsprojektes nachhaltige Verwertungskonzepte entlang der gesamten Wertschöpfungskette Forst-Holz entwickelt.

Als Untersuchungsgegenstand wurde der Mischanbau von Küstentanne (Abies grandis) und Buche (Fagus sylvatica) gewählt, weil die Küstentanne potenziell vielseitig verwendbar und ökologisch verträglich ist. In Kombination mit der Buche lässt sie sich verwendungsorientiert bewirtschaften und ermöglicht durch das schnelle Wuchsverhalten frühzeitige Gewinne. Hierzu sollen Waldbaustrategien erarbeitet werden, die den Forstbetrieben ihre ökonomische Basis sichern und in einer naturnahen Waldbewirtschaftung umsetzbar sind. Dabei gilt es, die derzeitigen Nutzungspotenziale besser zu erschließen und die Bewirtschaftungskonzepte hinsichtlich der Baumartenwahl und der angestrebten Dimensionen und Qualitäten in umweltverträglicher Weise mit den Erfordernissen der holzbe- und -verarbeitenden Industrie abzustimmen.

Zielsetzung des Verbundprojektes

Ziel dieses Verbundprojektes ist es, Waldbaustrategien zu erarbeiten, die wirtschaftlich sinnvoll sind und gleichzeitig naturnah umgesetzt werden können. Des Weiteren soll durch das Forschungsvorhaben die Entwicklung innovativer Produkte im Bereich Holzwerkstoffe, Dämmstoffe und Vollholzprodukte unter Nutzung von Buchenschwach- und -restholz und Küstentanne vorangetrieben werden.

Wesentliche Aspekte sind dabei die Erschließung neuer Nutzungspotenziale und die Integration einer umweltverträglichen Bewirtschaftung unter den gegenwärtigen und zukünftigen Erfordernissen der holzbe- und -verarbeitenden Industrie.

Im Zuge dieses Vorhabens werden zurzeit am Beispiel der Küstentanne Anbaustrategien für die Einmischung schnell wachsender Nadelbaumarten in naturnahe Buchenwaldbestände erprobt.

Darüber hinaus werden Verfahren entwickelt, anhand derer Buchenschwachholz und das Holz der Küstentanne für die Herstellung innovativer Holzwerkstoffe genutzt werden können. Dabei werden innerhalb der einzelnen Teilprojekte die Herstellung von OSB, Span- und Faserplatten aus Buchen- und Küstentannenholz, der Einsatz von Buchenfasern zur Dämmstoffherstellung sowie die Erprobung und Analyse der technologischen Eigenschaften dieser neuartigen Holzprodukte untersucht.

Die Ergebnisse der Forschungsarbeit sollen genutzt werden, um Alternativen zur Rohholzversorgung der Holzwerkstoffindustrie in Zukunft und neue Impulse für technische Entwicklungen aufzuzeigen. Um den Wissens- und Technologietransfer von der Forschung in die Praxis zu unterstützen, wird das Projekt in enger Kooperation mit entsprechenden Wirtschaftsunternehmen realisiert.

Lesen Sie weiter: Projektaufbau